Parodontalerkrankungen


Unter parodontalen Erkrankungen versteht man alle entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodont). Sie können in allen Altersstufen und in verschiedenen Schweregraden auftreten. Im schlimmsten Fall kann eine Entzündung des Parodonts (Parodontitis) das Zahnbett zerstören, zum Abbau des Kieferknochens und letztlich zum Zahnverlust führen.

Man unterscheidet zwischen Entzündungen des Zahnfleischs (Gingivitis) und Entzündungen des gesamten Zahnhalteapparates (Parodontitis).

Beide Formen, Gingivitis und Parodontitis, entstehen i.d.R. nur, wenn bakterielle Zahnbeläge (Plaque) vorhanden sind. Parodontitis und Gingivitis sind also Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Wird der bakterielle Zahnbelag, der sich auf den Zahnflächen vor allem zwischen Zahnfleisch und Zahnhals ansiedelt, über mehrere Tage nicht gründlich entfernt, kann das Zahnfleisch mit einer Entzündung reagieren.
Ob eine Entzündung auftritt oder nicht und welchen Verlauf sie nimmt hängt davon ab, wie gut das Immunsystem des Körpers funktioniert. Dies wiederum wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Familiäre oder berufliche Probleme, Dauer-Stress und damit häufig verbundene gravierende Ernährungsfehler sowie zusätzliche Risikofaktoren wie Nikotinkonsum oder Alkoholmissbrauch können das Immunsystem ebenso schwächen wie körperliche Erkrankungen, genetische Faktoren und bestimmte Medikamente.


Grundsätzlich gilt: Durch eine gründliche Mundhygiene kann man einer Parodontitis vorbeugen.